Konzert Reihe Luzern > Chamber
In vier Konzerten widmen sich die Festival Strings Lucerne Chamber Players in der Saison 2026/2027 dem beliebten Thema der Vertonung von Jahreszeiten – jedoch «einmal anders», als man es erwarten würde. Den Auftakt macht der Herbst: eine musikalische Reise durch melancholische Stimmungen und leuchtende Klangfarben.
Johannes Brahms begegnet dem Herbst in seinem für Streichquartett adaptierten Chorlied Im Herbst mit inniger Nachdenklichkeit. Eine ähnliche melancholische Stimmung prägt das berühmte Chanson Les feuilles mortes von Joseph Kosma, ursprünglich für Yves Montand geschrieben und auch durch Frank Sinatra und Miles Davis berühmt geworden. Der japanische Komponist Toru Takemitsu schuf daraus eine faszinierende Klangreflexion für Streichquartett.
Der Luzerner Komponist Caspar Diethelm, dessen 100. Geburtstag in diesem Jahr zu feiern wäre, liess sich auf ähnliche Weise von Musik eines anderen inspirieren und verwandelte ein verschattetes Mozart-Fragment in ein eigenständiges Werk. Und natürlich: Mozart darf nicht fehlen. Mit seinen unverwechselbaren Klangfarben, die ebenso wundervoll herbstlich geprägt sein können, setzt er mit dem Quintett KV 515 den Schlusspunkt eines Programms, das den Herbst in Musik übersetzt – poetisch, farbenreich und voller überraschender Verbindungen.
MITWIRKENDE
Festival Strings Lucerne Chamber Players
PROGRAMM
Johannes Brahms
Im Herbst op. 104, Nr. 5, arrangiert für Streichquartett von David Faber
Wolfgang Amadé Mozart
Streichquintettsatz a-Moll KV Anh. 79 (KV 515c), ergänzt von Caspar Diethelm (1978)
Joseph Kosma
Les feuilles mortes, arrangiert für Streichquartett von Toru Takemitsu
Wolfgang Amadé Mozart
Streichquintett C-Dur KV 515
Festival Strings Lucerne > KKL Luzern
Zum Auftakt der Konzerte im KKL Luzern geben die Festival Strings Lucerne gemeinsam mit einem der bedeutendsten Pianisten unserer Zeit ein besonderes Versprechen ab: Emanuel Ax feiert sein längst erwartetes Debüt beim Orchester. Der vielfach ausgezeichnete Grammy-Preisträger und von Musical America zum «Künstler des Jahres 2026» gekürte Pianist ist nur noch selten in Europa zu erleben. Umso besonderer ist seine Rückkehr nach Luzern, wo er zuletzt 2019 mit den Wiener Philharmonikern und Bernard Haitink in dessen berührendem Abschiedskonzert auftrat. Für das Konzert mit den Festival Strings Lucerne bringt Emanuel Ax eines der grossen Meisterwerke der Wiener Klassik mit: Mozarts Klavierkonzert Nr. 25 KV 503, ein Werk von majestätischer Grösse und tiefgründiger Ausdruckskraft.
Eine spannende Entdeckung erwartet das Publikum im zweiten Konzertteil mit Ballettmusik von Vincenzo Righini, einem heute kaum bekannten Zeitgenossen Haydn, Mozarts und Beethovens, der zu den bedeutenden Musikpersönlichkeiten seiner Epoche zählte und sogar Beethoven zu Variationen über eine seiner Arien animierte. Und so folgt auch Beethoven im Konzertprogramm auf den preussischen Hofkapellmeister mit seinem Sinfonie-Erstling. Unter der Leitung von Daniel Dodds, der das knapp 40-köpfige Ensemble vom Geigenpult aus mitreissend führt, richten die Festival Strings Lucerne den Blick auf das bevorstehende Beethoven-Jahr. Ein Abend grosser Solistenkunst und musikalischer Entdeckungen.
MITWIRKENDE
Emanuel Ax, Klavier
Festival Strings Lucerne
Daniel Dodds, Leitung & Violine
PROGRAMM
Wolfgang Amadé Mozart
Pas seul de M. Le Grand aus der Ballettmusik KV 367 zu Idomeneo KV 366
Wolfgang Amadé Mozart
Klavierkonzert Nr. 25 C-Dur KV 503
***
Vincenzo Righini
Ballettsuite aus der Oper «Gerusalemme liberata» (1803)
Solovioline: Daniel Dodds
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21
Konzert Reihe Luzern > Chamber
Im zweiten Teil der «vier Jahreszeiten – einmal anders» ist Benjamin Appl mit Schuberts «Winterreise» zu Gast.
Der letzte Fischer-Dieskau-Schüler gehört zu den führenden Liedinterpreten unserer Zeit. Mit einer durch seinen berühmten Lehrer geprägten, ausdrucksstarken Textgestaltung und tiefen musikalischen Durchdringung begeistert der vielfach ausgezeichnete Bariton Publikum und Kritik auf den grossen Konzertpodien der Welt.
Schuberts «Winterreise» ist ein Werk, das wie kaum ein anderes die existenziellen Fragen des Menschseins verhandelt. Mit feiner Nuancierung und grosser erzählerischer Kraft wird Appl den Weg des einsamen Wanderers nachzeichnen – von Hoffnung und Erinnerung bis zu Verlorenheit und Resignation.
An die Stelle des Klaviers tritt ein Streichquartett mit Primarius Daniel Dodds. Die reichen Klangfarben und die kammermusikalische Intimität der Streicher verleihen Schuberts berühmtem Liedzyklus eine faszinierende neue Perspektive.
MITWIRKENDE
Benjamin Appl, Bariton
Festival Strings Lucerne Chamber Players
PROGRAMM
Franz Schubert
Winterreise op. 89, D. 911, arrangiert für Bariton und Streichquartett von Wim ten Have
Festival Strings Lucerne > KKL Luzern
MITWIRKENDE
Midori, Violine
Festival Strings Lucerne
Daniel Dodds, Leitung & Violine
PROGRAMM
Maurice Ravel
Menuet sur le nom d’Haydn, arrangiert für Streichorchester von Cliff Colnot
Helena Winkelman
Papa Haydn’s Parrot-Suite, Hommage à Haydn, 3 Stücke für Streichorchester
1. Variations on very little
2. Rondo in presence of fleas: a manic scratching miniature
3. Haydn on the rocks: your personal bird experience
Peter I. Tschaikowsky
Violinkonzert D-Dur op. 35
***
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36
Festival Strings Lucerne > KKL Luzern
Der vielfach preisgekrönte kanadische Pianist Kevin Chen gibt sein Debüt im KKL Luzern. Rund um Chopins glanzvolles erstes Klavierkonzert entfaltet sich ein faszinierender Streifzug durch das musikalische Wien der frühen Romantik mit Werken von Beethoven, Schubert und der wiederzuentdeckenden Komponistin Leopoldine Blahetka.
MITWIRKENDE
Kevin Chen, Klavier
Festival Strings Lucerne
Daniel Dodds, Leitung & Violine
PROGRAMM
Ludwig van Beethoven
Grosse Ouvertüre C-Dur op. 115 «Zur Namensfeier»
Frédéric Chopin
Klavierkonzert Nr. 1 e-Moll op. 11
***
Leopoldine Blahetka
Konzertstück für Klavier und Orchester op. 25
Franz Schubert
Sinfonie Nr. 7 h-Moll D 759 «Unvollendete»
Konzert Reihe Luzern > Chamber
Der 1. Preisträger des Königin-Elisabeth-Wettbewerbs 2025 stellt sich in Luzern vor: Mit Nikola Meeuwsen ist der erste niederländische Gewinner des renommierten belgischen Wettbewerbs in einem Steinway Prizewinner Concert bei den Festival Strings Lucerne zu erleben. Der junge Pianist, der mit seiner aussergewöhnlichen Musikalität und technischen Brillanz die internationale Musikwelt aufhorchen liess, gibt dabei sein Luzern-Debüt.
Für seinen ersten Auftritt in Luzern hat Nikola Meeuwsen ein Programm mit einigen Perlen des Klavierrepertoires zusammengestellt. Mendelssohns Variations sérieuses verbinden meisterhafte Formkunst mit virtuosem Einfallsreichtum. Einen besonderen Höhepunkt bildet die von Brahms für die linke Hand eingerichtete Fassung von Bachs berühmter Chaconne – eine faszinierende Begegnung zweier musikalischer Genies. Mit Schuberts vier Impromptus op. 90 erklingen schliesslich Werke voller Poesie, Tiefe und Ausdruckskraft.
Ein Konzert, das nicht nur zentrale Meisterwerke der Klavierliteratur vereint, sondern auch die Gelegenheit bietet, einen der vielversprechendsten jungen Pianisten am Beginn einer internationalen Karriere zu erleben.
MITWIRKENDE
Nikola Meeuwsen, Klavier
1. Preis Reine Elisabeth 2025
PROGRAMM
Felix Mendelssohn Bartholdy
Variations Serieuses op. 54 MWV U 156
Johann Sebastian Bach
Chaconne aus der Partita d-Moll BWV 1004, arrangiert für Klavier, linke Hand von Johannes Brahms
Franz Schubert
Vier Impromptus op. 90 D. 899
Festival Strings Lucerne > KKL Luzern
Ein Abend zwischen Licht und Sehnsucht, zwischen himmlischer Reinheit und menschlicher Tiefe: Zusammen mit der jungen Schweizer Sopranistin Chelsea Zurflüh und dem Trompeter Immanuel Richter gestalten die Festival Strings Lucerne und Daniel Dodds ein Programm über das Entstehen der Liebe – von der Ordnung der Welt bis zur inneren Wahrheit des Gefühls.
Mit Chelsea Zurflüh, die sich in den letzten Jahren mit Auszeichnungen bei führenden internationalen Wettbewerben sowie Auftritten im Wiener Konzerthaus, im Concertgebouw Amsterdam, in der Londoner Covent Garden Opera einen Namen gemacht hat und vom Theater Basel als Lucia in Bellinis Lucia di Lammermoor zum «Shooting-Star» erklärt worden ist, steht eine der spannendsten und profiliertesten jungen Sopranstimmen Europas erstmals zusammen mit den Festival Strings Lucerne auf der Bühne des KKL Luzern. Ihr Repertoire umfasst zentrale Partien des Mozart- und Barockfachs ebenso wie moderne Opernrollen – ein Profil von aussergewöhnlicher stilistischer Spannweite.
Den Auftakt des Debütprogramms bei den Festival Strings Lucerne prägt aber zunächst die Trompete in ihrer reinsten Gestalt, als Sinnbild unberührter Klarheit und lichtvoller Ordnung. Diese Welt der Transparenz setzt sich in ausgewählten Barock-Arien fort – Musik von überirdischer Schönheit, in der Emotion noch nicht individuell ist, sondern als universelles Empfinden erscheint: Licht, Trost, Sehnsucht und Natur im Gleichgewicht.
Mit dem zweiten Teil beginnt eine stille Verschiebung: Werke von W. A. Mozart zeichnen nun den Weg der Gefühle in die menschliche Erfahrung. Aus spielerischer Liebe wird innere Bewegung, aus Naturbild wird seelischer Ausdruck, aus Harmonie wird Fragilität. So entsteht ein grosser musikalischer Bogen: von der Reinheit des Klangs zur Wahrheit des Gefühls, von der himmlischen Ordnung zur verletzlichen Schönheit menschlicher Liebe.
MITWIRKENDE
Chelsea Zurflüh, Sopran
Immanuel Richter, Trompete
Festival Strings Lucerne
Daniel Dodds, Leitung & Violine
Das Programm wird nachgereicht.
Konzert Reihe Luzern > Chamber
Für das Frühlingskonzert der Reihe «Die vier Jahreszeiten – einmal anders» begrüssen die Festival Strings Lucerne Chamber Players den Pianisten Benjamin Engeli zu einem Programm, das den Frühling gleich doppelt zum Klingen bringt: als Jahreszeit und im Namen des Komponisten Carl Frühling.
Klarinette, Violoncello und Klavier verbinden sich dabei zu einer der farbenreichsten und reizvollsten Besetzungen der Kammermusik. Im Zentrum steht das selten gespielte Trio op. 40 von Carl Frühling – ein Werk von überraschendem melodischem Reichtum, fein nuancierten Klangfarben und grosser Ausdruckskraft, das dem fantasievollen Namen seines Komponisten alle Ehre macht.
Dem gegenüber steht ein Meisterwerk von Johannes Brahms, in dem sich Tiefe, Wärme und kammermusikalische Intensität auf unverwechselbare Weise verdichten. So treten zwei sehr unterschiedliche, aber gleichermassen faszinierende Klangwelten in einen spannenden Dialog.
Ein Konzert voller Lyrik, Farben und Entdeckungen – und ein musikalischer Frühling, der weit über die Jahreszeit hinausstrahlt.
MITWIRKENDE
Benjamin Engeli, Klavier
Festival Strings Lucerne Chamber Players
Dimitri Ashkenazy, Klarinette
Jonas Iten, Violoncello
PROGRAMM
Carl Frühling
Trio für Klavier, Klarinette und Violoncello a-Moll op. 40
Johannes Brahms
Trio Klavier, Klarinette und Violoncello a-Moll op. 114
Konzert Reihe Luzern > KKL Luzern
Drei Komponisten, überraschende Querbezüge und ein Solist von internationalem Rang prägen das festliche Abschlusskonzert der KKL-Reihe der Festival Strings Lucerne. Im Zentrum steht der Geiger Daniel Lozakovich mit Camille Saint-Saëns’ Violinkonzert Nr. 3 h-Moll. Der junge Weltstar überzeugt durch eine klanglich fein nuancierte, stilistisch reflektierte Interpretation, in der Virtuosität stets im Dienst der musikalischen Gestaltung steht. Das Konzert zeigt den von der zeitgenössischen Presse auch als «Beethoven Frankreichs» titulierten Komponisten auf der Höhe seines Schaffens.
Eröffnet wird der Abend von Anton Eberl, einem Wiener Zeitgenossen Beethovens, dessen Musik die Klarheit der Wiener Klassik mit dramatischem Gestus und eleganter französischer Raffinesse verbindet.
Im zweiten Teil schliesst sich mit Beethovens Ballettmusik Die Geschöpfe des Prometheus ein dramaturgischer Kreis. Das «Prometheus-Thema», das auch das Finale der berühmten Eroica-Sinfonie prägen sollte, bildet eine überraschende Brücke zu Saint-Saëns: Mit dessen Variations sur un thème de Beethoven op. 35 setzte Saint-Saëns diesem musikalischen Kosmos eine bewusste Hommage entgegen – ein feines Netz musikalischer Bezüge, das sich in diesem Programm auf überraschende Weise entfaltet.
Ein Konzert voller Entdeckungen, Energie und subtiler Verbindungen zwischen Klassik und Romantik.
MITWIRKENDE
Daniel Lozakovich, Violine
Festival Strings Lucerne
Daniel Dodds, Leitung & Violine
PROGRAMM
Anton Eberl
Ouvertüre zur Oper «Die Königin der schwarzen Inseln» (1801)
Camille Saint-Saëns
Violinkonzert Nr. 3 h-Moll op. 61
***
Ludwig van Beethoven
«Die Geschöpfe des Prometheus», Ballettmusik op. 43, Ausschnitte
Konzert Reihe Luzern > Chamber
Mit einem sommerlichen Höhepunkt rund um Hans Sommer endet am letzten Sonntag im Juni der Zyklus «Die vier Jahreszeiten – einmal anders». Die international gefeierte Pianistin Claire Huangci eröffnet das Konzert mit einer poetischen «Serenade» aus Fanny Hensels Klavierzyklus Das Jahr H. 385, die den Juni porträtiert. Für ihre Einspielung dieses Werks sowie weiterer Musik bedeutender «Piano Heroines» wurde sie jüngst mit dem Diapason d’Or ausgezeichnet.
Im Zentrum des Nachmittags steht eine besondere Entdeckung: die Schweizer Erstaufführung eines lange verschollenen Klaviertrios von Hans Sommer, einem in den letzten Jahren wiederentdeckten Komponisten aus dem Umfeld Richard Strauss’. Seine Biografie führt überraschend auch in die Welt der Familie Mendelssohn, genauer zur jüngsten Schwester von Felix und Fanny, Rebecka.
Folgerichtig findet mit Felix Mendelssohn Bartholdys Klaviertrio d-Moll, einem der grossen Meisterwerke der Gattung, das Konzert seinen glanzvollen Abschluss. Sommerliche Stimmungen, bedeutende Entdeckungen und grosse Kammermusik vereinen sich zu einem aussergewöhnlichen Konzerterlebnis.
MITWIRKENDE
Claire Huangci, Klavier
Festival Strings Lucerne Chamber Players
Daniel Meller, Violine
Alexander Kionke, Violoncello
PROGRAMM
Fanny Hensel
Juni (Serenade) aus «Das Jahr» für Klavier solo H. 385
Hans Sommer
Klaviertrio Es-Dur (1884)
Schweizer Erstaufführung
Felix Mendelssohn Bartholdy
Klaviertrio d-Moll op. 49 MWV Q 29