Tango und neue Welt

04. Juli 2026 19:30
Alte Kirche, Saal
Flurstrasse 21
5623 Boswil


Miklós Rózsa (1907–1995)
Sonate für 2 Violinen, op. 15a

Astor Piazzolla (1921–1992)
Tangos für Violine und Kontrabass, bearbeitet von A. Wiebecke-Gottstein
- J‘attends (Se Fue Sin Decirme Adios)
- La Misma Pena
- Saint Louis en L‘Île
- Adios Nonino

Antonín Dvořák (1841–1904)
9. Sinfonie «Aus der Neuen Welt»
(Fassung für 6 Violoncelli)

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Als Dvořák 1891 nach Amerika berufen wurde, um den Komponierenden der jungen Nation zu einer eigenen «Nationalmusik» zu verhelfen, ahnte noch niemand, dass daraus seine populärste Sinfonie entstehen würde – die 9. Sinfonie. Auf der Suche nach
einem authentischen amerikanischen Ton, liess er sich ausgerechnet von den Opfern des amerikanischen Traums inspirieren: dem Spiritual der Afroamerikaner und den Klängen der indigene Völker.

Diese Impressionen, ebenso wie die Grösse New Yorks und die Weite des Mittelwestens, fanden ihren Niederschlag in seiner Musik. In der Fassung von Paul Handschke für sechs Violoncelli gewinnt sie eine besondere Klangfarbe. Ergänzt wird das Programm durch erzählerische Musik von Miklós Rózsa, Meister der filmischen Klangwelten, und Astor Piazzolla, dessen Musik von Tanz, Melancholie und Erinnerung lebt.