Vielleicht steckt in jedem Musikwerk eine persönliche Erinnerung oder eine Botschaft, auch wenn dies nicht ausdrücklich thematisiert wird. Dass der Berliner Komponist Boris Blacher auf seine jüdische Kindheit und Jugend zurückblickt, ist seinen Drei Studien über jüdische Volkslieder anzuhören. Auch Sarah Nemtsov schwelgt in ihrem Streichtrio Erinnerungen in ihrer Vergangenheit. Was aber Bruno Maderna 1971 mit dem Geiger Ivry Gitlis verbindet, möchte man seinem Solo-Werk für Violine nur zu gern entnehmen.